Vakuum...

Ich weiß ja nicht. Irgendwie... seh ichs gerade als Rückschritt. Was ist es, dass mich tieftraurig werden lässt, so als hätte ich im (Kinder)seelenschrott herumgewühlt und irgendetwas herausgezerrt?

Weil er gestern Abend die Tür aufgemacht hat?
Nein, ich denke nicht... . 

Es ist die Routine, die ich aufgebaut habe und die ich halte, die wir halten, die heute Abend unterbrochen ist. Weil wegen... ja keine Ahnung. Weils ja eigentlich nix mehr zu reden gibt, oder so ähnlich.

Ich weiß schon, warum ich gestern Abend so halb ausgeflippt bin. Wahrscheinlich habe ich es geahnt und wollte es verhindern und vermeiden.  

Wieso bin ich dann bitte solch ein Kind, das nervös ist und nervöser wird, dass nicht das Licht ausmachen und ins Bett gehen will, dass sonstwas fühlt und sonstwas will bzw. eben nicht will und das sich eigentlich nur die sanfte Flüsterstimme durch den hörer wünscht, die ihm sagt, dass es geliebt wird und...

weil ich heute allein bin. Und weil es Abend ist. Weil es Abend, dunkel und kalt ist und ich schon lange keine ganzen langen Abende mehr allein verbracht habe. Ich dachte, ich könnte, aber ich scheine unfähig dafür geworden zu sein. Warum? Routine? Ich fühle mich nicht wohl... mit mir selbst... ganz und gar nicht.

Es würde mich beruhigen. Aber ich darf es nicht tun. Ich darf keine Nummer eintippen, das gäbe nur... wieder Probleme und... ein "komisches" Gespräch vielleicht... meinetwegen... so komisch das Telefonieren manchmal eben gewesen ist.

Weil er mir fehlt, diesen Abend, weil... er nicht da ist? Aber das ist Quatsch. Es ist ja nicht einmal so, dass wir jeden Abend miteinander gesprochen hätten, geschweige denn, uns jeden Tag gesehn hätten. Denke da an den Urlaub usw. was nicht schon alles so war. Wieso pienze ich dann jetzt so? Was ist es, das dem kleinen Kind fehlt?

Es fühlt sich einfach nur komisch an. Wie ein Vakuum. Wie fühlt man sich als Vakuum? Oder wie fühlt sich ein Vakuum überhaupt an?

Ich freue und sehne und erwarte den Morgen mehr denn je. Ich weiß auch nicht warum. Ich freue und sehne und erwarte... diese paar Lettern, Worte, Sätze, schwarz auf weiß, virtuell... diese E-Mail. Warum? Weil das Routine ist?

Aber irgendwie ist Routine auch ein doofes Wort. Es klingt so negativ, dabei will ich es nicht unbedingt so negativ verwenden. Routin ekann schlecht werden aber Routine kann doch auch guten Zwecken gelten. Mhm. 

Jetzt bin ich eben unterbrochen worden, finde meinen Gedankenfluss in meinem Kopf nicht mehr und höre deshalb auf.

Wie fühlen sich Gedanken wohl an, wenn sie in ein luftleeres Glas strömen? Ist es dann immer noch ein Vakuum? Ist das... abhängig von der Qualität der Gedanken?

 

Vakuum und starke Zugluft... nein, das passt einfach nicht zusammen... . 

19.10.06 22:15
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


darkisy / Website (19.10.06 23:05)
Weil wir irgendwann alle Kinder sind
und vorallem fehlt er dir jetzt, weil du vielleicht genauso die Möglichkeit hättest diesen Abend, diese Nacht mit ihm zu verbringen?
Ja, Kinder sind wir alle irgendwie und irgendwann, gerade dann wenn wir lieben, Kinder hängen doch immer ihr Herz an etwas das für andere kaum Wert zu haben scheint, nicht einmal Sachlichen.
Und das Vakuum? Das lässt sich auch irgendwie füllen.

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